Maritimes Delfzijl

Delfzijl, maritime Festungsstadt mit berühmter Vergangenheit

Ein Hafenbesuch ist immer ein Erlebnis, denn das Wasser bietet spannende Ausblicke und besondere Orte. Das gilt natürlich auch für Delfzijl. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Delfzijl zu einem wichtigen Industriehafen entwickelt, nachdem es zuvor bereits das maritime Zentrum im Norden der Niederlande war.

Und so gibt es zahlreiche spannende Geschichten über Delfzijl, die Sie teilweise im Museumsaquarium oder im Rahmen einer Stadtwanderung zu Themen wie Wohnen, Kunst oder Architektur sehen und erleben können. Wussten Sie schon, dass Delfzijl der Geburtsort des berühmten Pariser Polizeikommissars Maigret ist, den der belgische Schriftsteller George Simenon hier 1927 erfand, während sein Boot repariert wurde? Und interessieren Sie sich für Architektur? Dann sollten Sie auf jeden Fall das Viertel der Amsterdamer Schule besuchen. Oder steigen Sie auf den einzigen Außenpavillon in Europa, den das berühmte österreichische Architektenbüro Coop Himmelb(l)au im Hafen errichtet hat.

Shopping, Essen und Trinken

Das Besondere am Einkaufszentrum von Delfzijl ist, dass es sich innerhalb der Grenzen der alten Festung befindet. Zwei alte Wassertore bilden den Zugang zum Hafen, der einen schönen Ausblick auf den Jachthafen und das dahinter befindliche Industriegebiet bietet. Natürlich finden Sie im Zentrum und an der Hafenmeile von Delfzijl zahlreiche Restaurants und Kneipen, zum Beispiel im Hafen das Hotelrestaurant De Boegschroef, am Deich das Eemshotel und das Fischrestaurant De Kleine Zeemeermin mit Ausblick auf die Sandplatten in der Emsmündung. Im Zentrum sind die Brasserie Ziel und das Grand Café 't Lokaal zu empfehlen.

Jachthäfen

Bei so viel Wasser kann es nicht verwundern, dass in Delfzijl auch für Freizeitkapitäne immer ein Anlegeplatz in einem der Jachthäfen frei ist. Jenseits des Deiches befindet sich die Zeilvereniging Neptunus und innerhalb des Deiches am Oude-Eemskanaal der Jachthaven 't Dok.

Delfzijl, maritime Festungsstadt mit berühmter Vergangenheit

Ursprünglich war Delfzijl eine Festung an der Ems, die um 1300 entstand, als eine Schleuse (ndl. Zijl) an der Mündung eines Entwässerungskanals, dem Delf, errichtet wurde. So entstand der Name Delfzijl. Heute ist der Kanal unter dem Namen Damsterdiep bekannt und reicht bis zur Stadt Groningen.

Die Geschichte von Delfzijl war schon immer eng mit dem Wasser verwoben. Bereits um 1350 war die Festung bewohnt, und die Einwohnerziel stieg. Der natürliche Hafen von Delfzijl trug entscheidend dazu bei, dass schon bald ein geschützter Anlege- und Umschlagplatz für die Hochsee- und Binnenschifffahrt entstand.

Strategische Lage

Die Lage von Delfzijl war nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant, sondern auch in militärischer und strategischer Hinsicht vorteilhaft. Im Laufe der Jahrhunderte war Delfzijl mehrfach Gegenstand erbitterter Schlachten. 1591 eroberte Prinz Moritz die Verteidigungsanlage von den Spaniern, 1795 eroberten die Franzosen Delfzijl, und am Ende des Zweiten Weltkriegs fanden noch zwei Tage vor der deutschen Kapitulation heftige Kämpfe um Delfzijl statt.

Von der alten Festung ist heute nicht mehr viel übrig, aber das Straßenmuster hat sich seit der Festungszeit nicht verändert. Auch heute noch sind Siele und ein Teil des Festungsgrabens zu bewundern, doch die alte Festungsmauer wurde um das Jahr 1875 abgetragen.

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